Portrait - Die Geschichte der Sonnenhof-Kliniken
Am 28. Januar 1998 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der Privatkliniken Engeried und Sonnenhof einer Fusion zu. Mit ihrer Stimme hoben sie die neue Sonnenhof AG Bern aus der Taufe. Die beiden bedeutenden Berner Spitäler haben so die Weichen gestellt für eine Erfolg versprechende Zukunft, so erfolgreich, wie es auch die Geschichte der beiden Unternehmen ist.
1907 eröffnete die Genossenschaft «Privatklinik Engeried» ein kleines Spital. Eine erste Spitalerweiterung erfolgte 1927. Trotzdem wirkte die damalige Klinik mehr wie eine herrschaftliche Villa als wie ein eigentliches Spital. Der Alltag war gemütlich und familiär, und alle Patienten fühlten sich wohl und gut aufgehoben. Nach dem Krieg drängte sich eine zusätzliche Erweiterung auf, und dringende Renovationen waren von Nöten. Nach einer längeren Planungsphase und Verzögerungen durch eine Baueinsprache konnte am 25. Juni 1965 der Neubau offiziell eingeweiht werden. Nebst diesen zwei wesentlichen Erweiterungsbauten wurden im Verlaufe der Jahre, dem medizinischen Fortschritt und den wachsenden Bedürfnissen der Patienten entsprechend, laufend Neuerungen im technischen Bereich, der Patientenzimmer, der Personalwohnungen und der Administration eingeführt.
Der Bau der «Klinik Sonnenhof» wurde durch die Initiative der drei Gründerärzte Dres. Arnold Kappert, Jean Kohler und André Nicolet ermöglicht. Sie sahen das Bedürfnis nach einer Spitalversorgung im Nordosten der Stadt, einem Stadtteil, der sich in den 50er Jahren baulich enorm stark entwickelte. Infolge Mangels an Privatbetten in den öffentlichen Krankenhäusern suchten zudem zahlreiche Ärzte die Möglichkeit, an einer modernen Privatklinik tätig zu sein. So bildete sich rasch eine Gruppe interessierter Ärzte, welche zur Mitarbeit bereit waren. Als Trägerschaft für den geplanten Klinikbetrieb wurde eine Aktiengesellschaft gegründet und eine solide finanzielle Grundlage geschaffen. Noch im gleichen Jahr konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Am 1. September 1957 wurde der Sonnenhof eröffnet und mit 112 Betten in Betrieb genommen.
Nach der Fusion im Jahre 1998 erlebten beide Betriebe nochmals grundlegende bauliche Veränderungen und Anpassungen an die moderne Technologie und Administration und an die Wünsche und Ansprüche der Patienten von heute. Um den Wissenstransfer zu unterstützen, die Effizienz der Administration zu erhöhen und die Betreuung der Patienten zu optimieren, wurden gewisse Abteilungen zusammengelegt oder auf einen Betrieb konzentriert.
Kurz, es wurde alles unternommen, um die Tradition und den guten Ruf der beiden Kliniken zu bewahren, ja zu steigern.