Der Riss des vorderen Kreuzbandes stellt die häufigste Bandverletzung des Kniegelenkes dar. Der Unfallmechanismus besteht meistens aus einer belasteten Beugung und Aussenrotationsbewegung des Unterschenkels, so dass es zu einer kurzfristigen Überlastung des vorderen Kreuzbandes kommt. Treten dabei Kräfte von über 200 kg auf, kommt es zum Riss des vorderen Kreuzbandes. In der Schweiz alleine werden pro Jahr über 7000 Risse des vorderen Kreuzbandes operiert, die insbesondere beim Skifahren oder Fussballspielen zugezogen werden. Interessanterweise verunfallen Frauen dabei bei gleicher sportlicher Tätigkeit häufiger als Männer. Bis zum jetzigen Zeitpunkt galt, dass das Kreuzband von alleine nicht mehr zusammenheilt und das Kniegelenk somit instabil bleibt. Dies konnte bis anhin nur durch den Ersatz des Kreuzbandes mit einer Sehnentransplantation behoben werden.
Eine Forschungsgruppe der Orthopädie Sonnenhof, unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Eggli, hat nun ein Verfahren entwickelt, welches das gerissene Kreuzband zur Selbstheilung bringen kann.