Mit dem zunehmenden Älterwerden der Bevölkerung nimmt auch die Anzahl der Stürze zu. Ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer über 75 Jahre erleiden mindestens einen Sturz pro Jahr. 5% der Stürze haben eine Fraktur zur Folge, welche am häufigsten den Oberschenkel betrifft. Aufgrund ihrer Angst vor einem erneuten Sturz schränken viele alternde Menschen ihre Tätigkeit ein.
Kraft bzw. körperliches Training gewinnen im Alter immer mehr an Bedeutung. Aus verschiedenen Studien geht klar hervor, dass Patienten durch gezieltes Krafttraining wieder sicherer gehen können. Neben der Kraft ist auch die Balance trainierbar.
Physiotherapie ist der zentrale Pfeiler der Sturzprävention. Sie kräftigt die Muskulatur der unteren Extremitäten, verbessert die Balance und somit die gesamte Lebenssituation des Betagten und gibt ihm Sicherheit für den Alltag. Wir versprechen uns von einem gezielten präventiven Gangsicherheitstraining eine Verminderung der Stürze, eine Verbesserung der Mobilität im Alltag und dadurch eine Erhöhung der Lebensqualität.
Mai 2010, Andreas Steinemann