An der ersten Zukunftskonferenz der Swiss Leading Hospitals (SLH) waren sich hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland einig: Die neue Spitalfinanzierung, welche im Jahr 2012 in der Schweiz eingeführt wird, wird mehr Wettbewerb ermöglichen. Privatspitäler hätten dadurch mehr Chancen als Gefahren zu erwarten und würden daher als Gewinner der Entwicklung hervorgehen.
Von Willy Oggier
Der Zürcher Gesundheitsdirektor, Regierungsrat Thomas Heiniger, kam höchstpersönlich an den Tagungsort am Zürcher Flughafen, um die über 100 Klinikdirektoren, Ärzte und Zusammenarbeitspartner der Swiss Leading Hospitals (SLH) zu begrüssen. Die SLH ist ein Zusammenschluss von 19 wichtigen Privatkliniken in der Schweiz und zwei ausländischen Partnerkliniken. Zwei Tage lang beschäftigten sich die Teilnehmer der zum ersten Mal durchgeführten Zukunftskonferenz, welche die SLH in Zusammenarbeit mit dem International Congress Forum durchführte, mit der neuen Spitalfinanzierung. Heiniger sprach dabei auch als Verwaltungsrat jener Organisation, welche die Tarifstruktur für die neue Spitalfinanzierung entwickelt, die Swiss DRG AG (DRG: Diagnosis Related Groups, = diagnosebezogene Fallpauschalen). Er betonte, dass es darum gehe, gleich lange Spiesse zwischen öffentlichen und privaten Spitälern zu schaffen. Dabei hätten Privatkliniken gute Startbedingungen, weil sie in der Regel über mehr Handlungsspielraum verfügen als öffentliche Spitäler, welche im Kanton Zürich oft den Gemeinden gehörten.
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