Medienmitteilung Bern, 13. August 2010
Digitale Mammographie und 3D-Tomosynthese.
Neue Technologien helfen bei der Früherkennung von Brustkrebs
Brustkrebs, die häufigste Krebsform bei Frauen, lässt sich gut behandeln, wird er im Frühstadium erkannt. Je kleiner ein Tumor ist, umso schonender die Behandlung (weniger belastende Chemo- und Strahlentherapie mit entsprechend geringeren Nebenwirkungen, weniger häufig Brustentfernungen) und besser die Heilungschance. Wichtigste Vorsorgeuntersuchung dabei ist das Mammographie-Screening (kurz Mammascreening). Die Befundung und Beurteilung der Mammographie fällt nicht immer leicht: Die anatomische Struktur der Brust lässt sich mit der konventionellen Mammographie nur auf zwei-dimensionaler Ebene abbilden. Durch dichtes Brustdrüsengewebe verdeckte Tumore beispielsweise sind schwierig zu identifizieren, und machen weitere interventionelle Untersuchungen (Gewebe- und Zellbiopsien) notwendig.
Die 3D-Tomosynthese schafft hier neue Möglichkeiten, erlaubt präzisere diagnostische Analysen. Sie vereint die Mammographie mit einer Aufnahmetechnik ähnlich der Computertomographie: Mit einem Detektor werden Schichtaufnahmen der Brust aus mehreren Blickwinkeln erstellt. Durch die anschliessende Umwandlung dieser Projektionen in dreidimensionale und hochauflösliche Ansichten wird die Aussagekraft der herkömmlichen Mammographie wesentlich verbessert; selbst das Entdecken kleinster Veränderungen oder Mikroverkalkungen in der Brust wird möglich.
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